Backup der Zukunft … (Teil 2) - NetApp AltaVault und Microsoft Azure eine interessante Kombi…

In Teil 1 meines Blog zum Thema Backup der Zukunft hatte ich bereits über die Herausforderungen heutiger Backup-to-Disk-to-Tape Lösungen gesprochen und Ihnen mit Hilfe der AltaVault eine Technologie vorgestellt, mit der man zukünftig Cloud Storage anstelle von Tapes konsumiert.

 

Mit der Nutzung von Cloud Storage z.B. für Backup oder DR liegt man auch voll im Trend. Dies spiegelt zumindest eine aktuelle Studie von IDC wieder: http://www.netapp.com/us/media/ar-idc-technology-using-cloud.pdf

 

Im Rahmen dieses Blogs möchte ich eine sehr interessante Kombination, nämlich NetApp AltaVault in Verbindung mit Microsoft Azure aufgreifen. Warum finde ich das sehr interessant…?

 

1) Mit der Ankündigung von Microsoft zwei Azure Datacenter mit deutscher Datentreuhand (Telekom) in Frankfurt & Magdeburg aufzubauen, wird man sicherlich viele – ich sag mal vorsichtig - „Cloud-Ängste“ oder Bedenken ausräumen. Mit unserer AltaVault bringen wir obendrein noch eine Datenverschlüsselung hinzu. Die entsprechenden Keys zum Entschlüsseln liegen natürlich nur in der Obhut des Kunden.

 

2) Seit etwa zwei Wochen ist im Microsoft Azure Market Place auch eine sogenannte NetApp AltaVault Cloud-Appliances erhältlich. Dies ermöglicht vor allem in Bezug auf Backup und Desaster Recovery einige neue Usecases. In Verbindung mit O365, soviel darf ich an dieser Stelle schon mal verraten, wird es dbzgl. auch bald interessante Lösungen geben.

 

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3) Der letzte, für mich aber spannendste Punkt ist das Thema „Azure & Kosten“. Viele unserer Kunden haben bereits heute im Rahmen des Microsoft License Agreements sogenannte Azure Credits erhalten. Heisst im Klartext, Kunden haben beispielsweise schon Cloud Storage von Azure gekauft, nutzen diesen aber nicht. Unter Umständen fehlte der Einsatzzweck oder wie ich auch kürzlich mitbekommen habe, viele IT Abteilungen z.B. die Backup Kollegen im Unternehmen wissen gar nicht, dass solche Rahmenverträge existieren.

 

Mein Fazit: Will/Muss man beispielsweise aus Kostengründen das Backup optimieren, können wir seitens NetApp mit unserer AltaVault helfen, entsprechenden Cloud Storage zu konsumieren. Sind im optimalen Fall auch entsprechende Microsoft Lizenz Verträge, die z.B. eine kostenfreie Nutzung von Cloud Storage ermöglichen vorhanden, kann sich der ROI sogar noch schneller rechnen.

 

Vielleicht fragen Sie sich, wie funktioniert das denn eigentlich „AltaVault und Azure“. Dazu finden Sie im Folgenden ein 6-Minuten Demovideo in dem ich die Integration der AltaVault in Azure zeige sowie am Beispiel SQL Server eine Sicherung mache.

 

 

Der ein oder andere Microsoft Kollegen und Microsoft-affine Partner wird sich an dieser Stelle vielleicht fragen: „…NetApp AltaVault ist doch das gleiche wie StorSimple. Sind das nicht Wettbewerbsprodukte…?“ Dazu muss ich ganz klar sagen: „Nein“, sind sie nicht. Die Produkte sind m.E. kaum vergleichbar und haben vor allem unterschiedliche Einsatzzwecke.

 

AltaVault im reinen Backup-to-Disk-to-Cloud Modus ermöglicht eine nahtlosen Integration in die bestehende Backup Umgebung. AltaVault ist somit als – ich sag mal – Ersatz für Virtuelle Tape Libraries, klassische DiskPools als auch Tape Libraries zu sehen. Durch die Nutzung eines entsprechenden Cloud Storage werden Auslagerungsprozesse in Offsite Lokationen bzw. Backup-Datenvorhaltung im zweiten Rechenzentrum hinfällig.

 

Die Sicherung der Daten vom Backup Server auf die AltaVault erfolgt ausschließlich über das CIFS und/oder NFS Protokoll. Mit Hilfe der real-time Inline-Deduplizierung (basierend auf einer variable segment length) und einem Komprimierungs-Algorithmus werden die Daten auf höchsteffiziente Weise gespeichert und so für notwendige Restore möglichst lange auf den lokalen Festplatten vorgehalten.

 

Nach der Sicherung auf die AltaVault werden nur die veränderten Datenfragmente, also alles was nach Deduplizierung und Komprimierung noch übrig geblieben ist, auf den Cloud Storage übertragen. Selbiges Verfahren kommt natürlich auch im Falle eines Restores vom Cloud Storage zum Tragen. Bandbreiten über LAN/WAN werden geschont und Restorezeiten aus der Cloud auf ein Minimum reduziert.

 

Vergleicht man nun AltaVault mit der StorSimple werden wir, ohne groß ins Detail zu gehen, viele technologische Unterschiede finden z.B.

  • in der Nutzung der Protokolle - StorSimple ist iSCSI only vs. AltaVault NFS & CIFS
  • DeDuplizierung Technologie – AltaVault nutzt real-time inline mit variable segment lenght vs. fixed block…
  • StorSimple ist onPrem eine physikalische Appliance vs. AltaVault physikalisch und/oder virtuell
  • Supportete Cloud Storage Provider
  • und und und …

Aber ich möchte an dieser Stelle keinen Vergleich der Produkte machen, mir geht es in erster Linie um das Thema Usecases und möchte deshalb zusammenfassen:

Der Einsatzzweck einer AltaVault ist Backup Target um Backup-to-Disk-to-Cloud oder Archivierung zu machen. StorSimple ist m.W. kein Backup Target (mit Ausnahme einer Veeam Lösung). Zumindest wird dies in allen mir bekannten Microsoft Blogs und Dokumenten – wie beispielsweise dem „StorSimple 8000 Series Best Practice Guide“ behauptet, u.a. steht dort geschrieben:

 

Given this operational model, StorSimple is not an ideal solution as a target volume for backup applications that simply need to be tiered to the cloud. These main reasons apply:

  • It is often not possible to de-duplicate and compress backup images. Each backup image gets stored on StorSimple as a binary object, the StorSimple deduplication technology cannot de-duplicate blocks across the backup images even if they are identical

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Ich hoffe, der heutige Blog war für Sie hilfreich. Weitere technische Informationen zu unseren AltaVault Systemen finden Sie in den folgenden Technical Reports:

 

NetApp AltaVault Cloud - Integrated Storage Appliances Technology Overview – TR-4427

NetApp AltaVault Cloud Integrated Storage Appliances - Security Overview– TR-4405

NetApp AltaVault Cloud Integrated Storage Appliances - Best Practices Guide for Backup Appl. – TR-4415