Globales FileSharing - Teil 1

In meinem letzten Blog hatte ich bereits angekündigt über das Thema „Globales Filesharing“ zu schreiben. Was meine ich damit…?

Nun, stellen wir uns vor, Mitarbeiter von verschiedenen Kontinenten, Ländern oder Städten arbeiten an einem gemeinsamen Projekt. Dazu ist es natürlich notwendig, die entsprechenden Daten auszutauschen. Eine Herausforderung, die es zu lösen gilt, ist der Zugriff auf die Daten über WAN.

Heute gibt es sicherlich viele verschiedene technische Lösungsmöglichkeiten. Es gibt wie immer Vor- und Nachteile, leider werden einige der Lösungen den heutigen Anforderungen in Bezug auf „Globales File-Sharing“ nicht gerecht.

Beispiel:

1) Microsoft DFS Replikation (DFS-R)

Nachteil: DFS geht nur zwischen nativen Windows Servern (kein NAS) und bietet kein File Locking. Bedeutet, wer als letztes den „Save“ Button drückt, der gewinnt.

2) Branch Cache

Nachteil: Branch Cache kann den lesenden Zugriff auf Dateien optimieren aber das Schreiben erfolgt weiterhin über WAN auf das Zielsystem

3) Replikation durch Speichertechnologien wie z.B. SnapMirror

Nachteil: Bei SnapMirror ist die Quelle beschreibbar, das Ziel aber nur lesbar. Also müsste man ein Volumes von Location A nach B und ein Volume von B nach A replizieren. Nicht gerade das einfachste Handling für den Enduser.

4) WAN Acceleratoren (e.g. Cisco, Riverbed,…)

Nachteil: Zusätzliche Ressourcen, Datenzugriffe erfolgt weiterhin per WAN.

5) Sync & Share Tools alla Dropbox oder Dokumentenmanagement Systeme (e.g. SharePoint)

Nachteil: WAN Bandbreite, Security, zusätzliche Ressourcen, Kosten, etc.

6) Mail

Datenaustausch per Mail (?) Nein, ich glaube das will man definitiv nicht (!)

Sonstige Lösung?

Ja, die gibt es. Im Rahmen meines heutigen Blogs möchte ich eine weitere Lösung für ein globales File-Sharing mit NetApp und dem Produkt PeerLink der Firma Peer Software vorstellen.

PeerLink sorgt für eine „Bi-Direktionale“ Replikation (optimiert für WAN Bandbreiten) zwischen verschiedenen Windows File Servern und NetApp Systemen (7Mode und cDot).

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Ein großer Mehrwert der PeerLink Architektur, die Daten sind an allen Standorten lesend sowie schreibend verfügbar. Dies eliminiert den Datenzugriff der Clients über das WAN. Somit werden kurze Latenz und hohe Bandbreiten für den Datenzugriff der Clients sichergestellt.   

Das Herzstück dieser Lösung bildet der sogenannte PeerLink Hub & Broker. Dieser steuert, wie in der oberen Abbildung ersichtlich, die gesamte Synchronisation sowie das File Locking. Somit wird gewährleistet, dass nur ein Benutzer die jeweilige Datei bearbeiten kann.

Um NetApp Systeme in den Synchronisationsverbund aufzunehmen, ermöglicht ein PeerLink Agent über die FPolicy Schnittstelle die Kommunikation mit dem NetApp System.

Die Lösung ist sicherlich auch interessant für Kunden, die unternehmensübergreifend an einem Projekt arbeiten. PeerLink erlaubt auch die Bi-Direktionale Synchronisation über Domänen hinweg. 

Zusammengefasst lässt sich also sagen, die NetApp und PeerLink Lösung bietet eine sehr interessante Alternative, die den heutigen als auch zukünftigen Anforderungen in Bezug auf globales File-Sharing gerecht wird.

Im Teil 2 meines Blogs zum Thema "Globales Filesharing" möchte ich an Hand eines Beispiels zeigen, wie es technisch funktioniert.