OSSV in clustered DataONTAP...

Open Systems SnapVault (OSSV) wurde für die schnellere und kostengünstigere Sicherung von Open Storage-Plattformen entwickelt.

Mit Hilfe der eingesetzten SnapVault Technologie werden nur noch inkrementelle Backups auf Basis der „DeltaBlock“-Änderung übertragen. Dies verkürzt die Sicherungszeit, spart vor allem an der zu übertragenden Datenmenge und entlastet ebenso die Bandbreiten. Somit ist OSSV besonders für die Zentralisierung von Disk-to-Disk Backups von Remote-Standorten geeignet.

Viele unserer Kunden setzen heute OSSV ein und sichern damit beispielsweise die Windows File Server an den Remote Standorten.

Mit unserem neuen Betriebssystem clustered DataONTAP steht leider aktuell kein OSSV Agent zur Verfügung. Damit dies aber kein Hinderungsgrund für die Adaption von clustered DataONTAP ist, möchte ich im Rahmen meines heutigen Blogs eine Alternative zu OSSV vorstellen, nämlich die Integration mittels der Firma Peer Software (PeerSync).

Peer Software

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Peer Software ist einer unser langjährigen Partner, die sich in den vergangenen Jahren unter anderem mit dem Thema File-Replikation über LAN/WAN Bandbreiten sehr intensiv beschäftigt haben. Peer Software bietet neben vielen technischen Funktionen und Features auch einen sogenannten Cross Plattform Support. Bedeutet File Replication zwischen Windows File Servern und/oder NetApp Systemen, egal ob Data ONTAP im 7Mode und/oder clustered DataONTAP.

… und das wichtigste für mich, Peer Software ist auch super einfach im Handling ;-)

Wie könnte also eine alternative Lösung zu OSSV mit Peer Software aussehen?

Dazu habe ich in meiner Umgebung eine Infrastruktur wie folgt aufgebaut:

Untitled.png

Das Quellsystem ist ein Windows File Server 2012R2. Auf diesem System befindet sich ein Ordner mit gleichnamigem Share „Data“.

peer2.png

Mein Windows Client legt auf diesem Share seine Daten ab.

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PeerSync sorgt für die Replikation der Daten vom Windows Server auf das Zielsystem, in meinem Fall eine Storage Virtual Machine (clustered DataONTAP 8.2). In der SVM befindet sich ein Volume inkl. Share namens „peersync“. Wie man in der nachfolgenden Abbildung sehen kann, wurde in PeerSync ein Job für die Replikation eingerichtet.

Peer1.png

Wie bereits erwähnt, bietet PeerSync sehr viele Features und Funktionen um die Replikation zu optimieren. Beispiele hierzu sind a) Exclude von gewissen Filetypen (z.B. JPEG), b) Banbbreitenlimitierung, c) Compression, uvm. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

So, in meiner Umgebung ist die Replikation am Laufen, sprich die Daten sind vom Quell- auf das Zielsystem übertragen. Um das zu verifizieren, habe ich mir gleichzeitig das Share vom Zielsystem meiner SVM gemounted.

peer4.png

Als nächstes zeige ich, wie ein Restore aussehen kann. Dazu lösche ich zu allererst mein PPT File namens „Mein PPT“ vom Client. Wie man sehen kann, ist mein PPT File gelöscht.

restore 1.png

D.h. auch auf dem Windows File Server ist die Datei im Verzeichnis C:\Data verschwunden.

restore 2.png

Nach der Replikation vom Quell- auf das Zielsystem wird auch dort das File gelöscht. Dazu habe ich wieder das Share vom Zielsystem der SVM gemounted.

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Die Wiederherstellung des Files erfolgt über die Snapshot-Funktion des NetApp Systems. Dazu lediglich im Explorer „~Snapshot“ eingeben. Anschließend wird die Liste der Snapshots angezeigt.

restore 4.png

Den entsprechenden Snapshot auswählen. Und anschließend das benötigte File via „Copy und Paste“ zurückholen.

restore 5.png

Anschließend steht das File wieder zur Verfügung. D.h. in meinem Beispiel ist die 685KB große PPT Datei wieder hergestellt.

restore 6.png

 

Ein anderer Weg für die Wiederherstellung wäre auch mittels der sogenannten „Previous Version“ Option zu arbeiten. Dazu editiere ich mein Textfile.

 restore 2-1.png

Verbinde ich mich mit dem Share des Zielsystems, also meiner SVM, ist das File mit den Änderungen bereits übertragen.

restore 2-2.png

 

Klicke ich mit der rechten Maus auf die Eigenschaften des Text Files und gehe zu den Previous Version, sehe ich die vorherigen Versionen (Snapshots) und in meinem Beispiel den ursprünglichen Text der Datei.

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Über die Funktion „Copy“ habe ich nun die Möglichkeit meine Ursprungsdatei wieder zurück zu kopieren.

restore 2-4.png

 

Backup plus Desaster Recovery

Als letzten Punkt  möchte ich noch erwähnen, dass sich mittels PeerSync und einem Microsoft DFS auch das Thema Backup/Recovery mit einem einfachen Desaster Recovery kombinieren lässt. D.h. werden die File Shares über einen Global Namespace (Microsoft DFS) bereitgestellt, lässt sich sehr einfach beim Ausfall eines Windows File Servers an einem Remote Standort in die Zentrale umschalten. Der Zugriffspfad (UNC Pfad) auf die Daten bleibt für die Clients weiterhin bestehen.

Zusammengefasst:

PeerSync ist m.E. eine valide Alternative zu unserem heutigen OSSV, wenn es um das Thema Replikation der Windows File Server aus den Remote Standorten in die Zentrale geht. Aber Peer Software kann noch deutlich mehr. Mit dem Produkt PeerLink kann man beispielsweise ein „Globales Filesharing“ ermöglichen. Was das ist und wie das in Verbindung mit NetApp funktioniert, erfahren Sie in einem meiner nächsten Blogs.

Comments

Hallo Andreas,

wie sieht es aus mit den Funktionen System Sicherung die bei OSSV dabei waren? Ist das mit einer Erweiterung der SW Lizenz von Peer möglich?

 

Mit freundlichen Grüßen Ewald Huettner Solution Architect Storage IT

 

Mailto: ehuettner@inneo.com

 

 

 

 

 

 

 
New Contributor

Hallo Ewald,

 

Danke für deine Frage. Ja, es gibt die Möglichkeit PeerSync mit ImageX zu kombinieren und die Images zu syncen und so Systeme zu sichern.

Ich hoffe, ich konnte damit deine Frage beantworten.

 

VG

Andreas Krügel