SMB3 - Installation / Setup einer SVM für SMB3 (Teil 2)

Im Rahmen dieses Blogs möchte ich erläutern, welche Voraussetzungen bzw. Anforderungen an das Setup einer StorageVirtualMachine (kurz SVM) für SMB3 gestellt werden. Desweiteren möchte ich mittels Powershell zeigen, wie ein Setup für eine SVM auf einem 2-Node clustered Data ONTAP 8.3 System aussieht.

 

Schritt 1) Prüfen der Lizenz-Voraussetzungen: 

  • CIFS
  • für Remote VSS Backup - SnapRestore plus FlexClone
  • SnapDrive und SnapManager-Suite

Schritt 2) Importieren der NetApp Powershell Toolkits und mit clustered ONTAP 8.3 System verbinden

 

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Schritt 3) Erstellen einer Storage Virtual Machine

 

Hinweis:

  • Der Name der SVM darf nicht identisch mit dem CIFS Namen sein.
  • Alle Volumes (inkl. Root) müssen den Security Style NTFS haben.

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Schritt 4) Erstellen eines MGMT Lifs

 

Hinweis: Management Lifs sollten folgende Einstellungen haben (Role: data, Data Protocol: None, Firewall policy: mgmt)

 

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Schritt 5a) Erstellen von min. zwei Data LIFs (Node 1)

 

Hinweis:

  • Es muss min. ein Data LIF pro Storage Node existieren.
  • DataLifs sollten folgende Einstellungen haben (Role: data, Data Protocol: CIFS, Firewall policy: data)
  • „AutoRevert“ sollte bei den Data LIFs deaktiviert sein.
  • Failover Policy und Failover Groups müssen richtig eingestellt werden.

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Schritt 5b) Erstellen von min. zwei Data LIFs (Node 2)

 

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Schritt 6) Zuweisen der Protokolle zur SVM

 

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Schritt 7) DNS Konfiguration

 

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Schritt 8) CIFS Server erstellen und in Domäne aufnehmen.

 

Hinweis: Der CIFS Name darf nicht identisch mit dem SVM Namen sein.

 

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Schritt 9) Aggregate der SVM zuweisen

 

Hinweis: Alle Aggregate auf denen sich Volumes der SVM befinden müssen der SVM zugewiesen werden.

 

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Schritt 10) Überprüfen der CIFS Optionen:

 

Hinweis:

  • SMB3 muss aktiviert und „Export Policy“ muss deaktiviert sein
  • Für ODX – „Copy Offload“ aktivieren
  • Für Remote VSS Backup – „ShadowCopy“ aktivieren

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Schritt 11) Prüfen das NTLM und Kerberos aktiviert wurde.

 

Hinweis: NTLM wird vor allem für Remote VSS benötigt.

 

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Schritt 12) Den Admin (VSAdmin) für die SVM aktivieren

 

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Schritt 13) Netzwerkport Einstellungen überprüfen

 

Hinweis: Gem. BestPractices die MTU Size für die Data LIFs auf 9000 stellen

 

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Hinweis: Gem. BestPractices FlowControl deaktivieren 

 

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Schritt 14) Entsprechende Volumes anlegen

 

Hinweis: Zur Steigerung der Effizienz DeDuplikation aktivieren, ggf. AutoGrow und Autodelete verwenden.

 

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Schritt 15) SMB Share erstellen

 

Hinweis: Auf dem SMB3 Shares muss „CA“ aktiviert sein. Share Eigenschaften wie „Home Directory“, „Change notify“, „Attribute caching“, „BranchCache“ nicht aktivieren.

 

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Schritt 16) Entsprechende SMB Share Permission setzen.

 

Hinweis: SnapDrive/SMHV Service Accounts sowie die Hyper-V Server Maschinen Accounts benötigen Zugriff.

 

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Schritt 17) Data LIF DNS Einträge erstellen

 

Hinweis: Jede Data LIF IP Adresse benötigt einen DNS Eintrag mit identischen CIFS Namen. Beispiel:

 

If you create a CIFS server named “CIFS1” in the EXAMPLE.LOCAL domain that is hosted on the SVM named vs1 and assign the IP addresses 10.1.1.1, 10.1.1.2, 10.1.1.3, and 10.1.1.4 to the four data LIFs, your DNS “A” record entries are as follows:

10.1.1.1 A CIFS1.EXAMPLE.COM CIFS1

10.1.1.2 A CIFS1.EXAMPLE.COM CIFS1

10.1.1.3 A CIFS1.EXAMPLE.COM CIFS1

10.1.1.4 A CIFS1.EXAMPLE.COM CIFS1

 

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Schritt 18) MGMT LIF DNS Einträge erstellen

 

Hinweis: CIFS Alias o.ä. werden nicht unterstützt. DNS Forward und Reverse Lookup müssen funktionieren.

 

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Fertig… nun steht die SVM zur Verfügung. Allerdings würde ich immer empfehlen, entsprechende Ausfallszenarien zu testen z.B.

  • Controller Failover / Giveback
  • Netzwerkports deaktivieren/aktivieren
  • Ausfall eines Netzwerkswitch simulieren
  • etc.

 

Ich hoffe, der heutige Blog Eintrag war für Sie hilfreich.

 

PS: Weitere Informationen zum Thema Hyper-V BestPractices mit SMB3 finden Sie auch in TR4172 BestPractices Hyper-V over SMB3.